DIE GRÜNEN

13. November 2013

Stadt Graz beschließt umfangreichen Maßnahmenkatalog zur Bekämpfung von Feinstaub und Stickstoffdioxid

Umweltstadträtin Rücker: „Es gibt jetzt ein Bekenntnis, dass wir den Autoverkehr eindämmen müssen!“

„Wir haben mit dem größten Fernwärmeausbau aller Zeiten und einer sehr konsequenten Förderung der Sanften Mobilität in den letzten Jahren bewiesen, dass wir alles daran setzen, die Luft in Graz zu verbessern. Diesen Weg werden wir auch weiter verfolgen“, leitete Umweltstadträtin Lisa Rücker ihr heutiges Pressegespräch zur Präsentation des 6. Maßnahmenkataloges zur Bekämpfung der Feinstaub- und Stickstoffdioxidbelastung in Graz ein. „Leider gibt es aber seit der Absage der Umweltzone ein Vakuum in der Grazer Stadtregierung, wenn es darum geht über wichtige Luftsanierungsmaßnahmen – insbesondere über die Reduktion des Autoverkehrs – zu sprechen“, so Rücker weiter. Auch wenn die Feinstaubwerte (PM10) sich geringfügig verbessert hätten, wäre die Luftqualität durch die Zunahme gefährlicher Stickoxide in Graz keinesfalls besser geworden. „Der Handlungsbedarf ist größer denn je“, so Rücker.

Aus diesem Grund hat die Grüne Umweltstadträtin in den letzten Wochen alle Gemeinderatsfraktionen an einen Tisch geholt. Es wurde ein gemeinsamer Maßnahmenkatalog erarbeitet, der 32 Einzelmaßnahmen zur Verbesserung der Luftgüte benennt (siehe Anhang). Neben Maßnahmen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und dem weiteren Ausbau der Fernwärme enthält der Katalog auch erstmals ein gemeinsames Bekenntnis zur Prüfung von Maßnahmen, mit denen eine Reduktion des Autoverkehrs erzielt werden kann. „Ich bin zuversichtlich, dass wir mit diesem politischen Grundkonsens im Rathaus nun endlich die Diskussion in diesem wichtigen Bereich weiterführen können. Im Idealfall schaffen wir eine parteiübergreifende und sachliche Diskussion in gemeinsamer Verantwortung für die Gesundheit der GrazerInnen als oberstem Ziel “, so Rücker. Geprüft werden tageweise Fahrverbote ebenso, wie wahlweise autofreie Tage, die Citymaut oder Tempolimits.

Einen besonderen Appell richtet Rücker an Stadtrat Eustacchio. „Es wird nicht ohne die Bereitschaft des amtierenden Verkehrsstadtrates gehen, bei diesen Maßnahmen voranzukommen. Wenn Stadtrat Eustacchio etwas an der Atemluft der Grazerinnen und Grazer liegt, dann wird er sich mit uns an einen Tisch setzen müssen und mit uns gemeinsam überlegen, wie wir in Graz zielführend ein weiteres Wachsen des Autoverkehrs eindämmen können.“ Der Maßnahmenkatalog wird im morgigen Gemeinderat zur Beschlussfassung gebracht.

 

Rückfragen bitte an: Mag. Nicole Kuss, Büro Stadträtin Lisa Rücker, Tel.: +43 316 872-2026, Nicole.kuss@stadt.graz.at

1
Lisa Rücker

Veröffentlicht am 13. November 2013

, Stadträtin

line
1