DIE GRÜNEN

Allgemein

Lisa Rücker
30. Juni 2011 - Lisa Rücker -

Ein paar Antworten auf konkrete Fragen….

…leider schaffe ichs derzeit kaum auch nur wöchentlich einen Beitrag zu schreiben. Die Zeit vor dem Jahresende und vor dem Sommer ist immer die Zeit des allgemeinen Wahnsinns. Verlässlich kommt sie jedes Jahr. Auch deshalb weil viele Projekte noch auf den Weg geschickt werden wollen. Und so versuche ich ein paar Antworten auf die Fragen aus den letzten Kommentaren. weiterlesen


Lisa Rücker
21. Juni 2011 - Lisa Rücker - ,

Wir sinds die Grünen II

Oh ja, ich kann die Ungeduld so gut verstehen! Es geht mir ja auch nicht anders! Dass es wesentlich mühsamer ist als gedacht, hat viele Gründe, manche sind haarsträubend (politisch bis irrational) und manche auch logisch. Die vielen Netzschlüsse im Radverkehr z.b. sind nicht umsonst jahrelang nicht angegangen worden – die wurden auch aufgeschoben, weil sie jeweils viel Kraft und Aufwand brauchen. Da geht es um langwierige Grundstücksverhandlungen, Verträge mit Partnern bis hin zur (in Österreich) ersten Enteignung wegen eines Radweges, die uns und diverse Behörden nun seit drei Jahren beschäftigt und noch immer nicht entschieden ist.

Aber ich bin nicht zum Jammern in die Politik gegangen sondern zum Tun: Und ein paar Dinge geschehen auch trotz Widerstandes da und dort: Wir bauen im Sommer den sharedspace auf dem Sonnenfelsplatz (mussten das Ausschreibungsverfahren wiederholen, das ist jetzt durch) das Straßenverfahren wegen der Jahngasse läuft, die Wohnstraßen werden kommen und auch das Verkehrsberuhigungskonzept Rudersdorf wird umgesetzt, sowie die Annenstraße demnächst in Bau ist und auch viele Radweglücken endlich umsetzungsreif sind und heuer und nä. Jahr umgesetzt werden. (heuer z.b.: OBI Nord/Weinzöttlbrücke, Riesplatz wird am 14.7. eröffnet, Mariatrost- Verlängerung is Neusitzstraße etc….). Mit und ohne Unterstützung durch andere. Nur eines muss ich schon anmerken, wir sinds die Grünen, wir sind eine Partei mit etwas mehr als 14 % und diese VErhältnisse sind auch eine Realität. Das wird mich aber nicht abschrecken. Wir haben versprochen, uns für nachhaltigen und sanften Verkehr einzusetzen. Das tun wir. Auch weiterhin!

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Lisa Rücker
1. Juni 2011 - Lisa Rücker - , , , ,

Wir sinds, die Grünen!

Wie gestern im Report (Wiener Grüne kämpfen für das Rad und Verkehrsberuhigung und stoßen auf Widerstand…) zu sehen war, diskutieren wir hier wie dort diesselben Dinge – in Österreich! Andere Länder – andere Sitten.

Irgendwie finde ich es fast schon witzig, wenn sich die Leute darüber wundern, dass wir die Politik umsetzen, die wir angekündigt haben. ;-)Und dazu wird weit heftiger auf uns reagiert als auf andere (Farben). Denn manche Dinge, die wir tun, haben andere schon vor uns gemacht: Radwege ausbauen oder Wohnstraßen einrichten oder Ampeln für die sanfte Mobilität schalten z.b…… weiterlesen


Lisa Rücker
31. Mai 2011 - Lisa Rücker - ,

Wie Urlaub….

…fühlt sich ein Tag mit dem Rad im Steirischen Weinland an. Um 10.08 h mit der S-Bahn in den Süden, in Kaindorf (korr.;-)) a.d. Sulm ausgestiegen (Leibnitzer Bahnhof ist wegen Umbaus derzeit nicht sehr Rad-tauglich!) und von Tillmitsch aus über das wunderschön umgebaute Hotel/Gasthaus Harkamp nach St. Nikolai im Sausal, rauf nach Höch, rüber nach Kitzeck und über die alte Römerstraße ins Sulmtal retour nach Leibnitz. Und dann gehts wieder mit der S-Bahn retour, wer sehr sehr sportlich ist, fährt noch die 40 km am Murradweg nach Graz. Wir nicht  ;-) .

An so einem shönen Tag wie letzten Sonntag ist das mehr als Wonne und ergiebig wie ein paar Tage Urlaub! Mit einem guten Rad ist die gesamte Weingegend insbesondere im Früh- und Hochsommer eine echte Empfehlung. Da ist noch nicht so viel sonstiger Verkehr unterwegs. Ein paar freie Feiertage kommen ja jetzt und die S-Bahn fährt stündlich ab….Genuss pur mit wenig Aufwand! Ich persönlich brauch fast nichts anderes. Die Bretteljause beim Malli hat uns wunderbar geschmeckt übrigens!

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Lisa Rücker
25. Mai 2011 - Lisa Rücker - , ,

Retourgang in die 70er….

Warum bekomme ich dieser Tage so verdammt stark den Eindruck, dass sich in Österreich die Uhren rückwärts drehen??

Bildungspolitik: Wie es scheint (“Report” gestern abend) hat die zuständige Ministerin ihre Reform des Schulwesens jetzt aufgegeben, denn die ÖVP spielt nicht mit und will nur eines: dass sich gar nichts ändert. Und die Kanzlerpartei SPÖ gibt jetzt  Ruhe? Der Kanzler hat sie schon bisher kaum unterstützt. Weil Bildung ist ja nur eines der wichtigsten Zukunftsthemen….. Die Augen vor dieser Realität zu verschließen, heißt, absichtlich eine Gesellschaft der unterschiedlichen Chancen auszubauen. Das ist nicht nur unverantwortlich, das ist Politik mit einem Gesellschaftsbild aus Vorzeiten!

Steuern und die “Leistungsträger”: Die Behauptung, dass nur die “LeistungsträgerInnen” (wer immer die sind?) Steuern zahlen und deshalb entlastet gehören, ist doch ein alter Schmäh. Wieso kann das alles wieder behauptet werden, nachdem es doch mittlerweile evident ist, dass diese Form der Steuerpolitik die Verhältnisse zugunsten der Reichen und Vermögenden und zu Ungunsten der tatsächlich arbeitenden Menschen verschoben hat.  Steuerreform ja, aber nach ökosozialen und Regeln der Gerechtigkeit. Leider ist die “ökosoziale Marktwirtschaft” der ÖVP auch schon ein alter – nie durchgesetzter – Hut!

Integration/Migration - Deutsch lernen als oberstes Prinzip. Meine Güte, das ist nun wirklich keine neue Idee und das wünschen sich die meisten MigrantInnen selbst am stärksten. Der neue Staatssekretär fängt mit seiner Herangehensweise allerdings ganz von vorne an und wischt damit viele Erkenntnisse, die es in Ansätzen auch schon innerhalb seiner Partei gegeben hat (Integrationsarbeitskreis …), vom Tisch. Allerdings halte ich ihn für lernbereit und teile seine Ansicht, dass die jungen MigrantInnen für dieses Land wichtig sind und damit auch wichtige AnsprechpartnerInnen. Er übersieht dabei hoffentlich nicht, dass deren Hauptproblem nicht “Deutsch” ist sondern ganz woanders liegt….Beispielsweise im Bildungssystem oder beim Faktum, dass wir in Österreich tatsächlich von MigrantInnen dritter (!) Generation sprechen… Wann ist ein/e ImmigrantIn kein/e ImmigrantIn mehr? Wenn er oder sie in der Donaumonarchie “eingewandert” ist??

Die Diskussion, die wir in Graz über Verkehrspolitik führen und die Vorschläge, die so kommen, erinnern mich fatal an die 70er Jahre.  Zum Glück gibt es heute Menschen, die in dieser Stadt auch leben wollen und nicht nur Auto-fahren. Als die Herrengasse vor mehr als 30 Jahren zur FussgängerInnenzone erklärt werden sollte, kam der Aufschrei, dass dies die Innenstadt umbringen würde. Als Edegger den flächendeckenden 30er einführte, war der Widerstand noch größer. Heute ernsthaft zu fordern, wir sollten vor diese Zeit zurückgehen, das ist echter Rückschritt!

Aber anscheinend ist es in, dafür einzutreten, dass sich möglichst wenig ändert. Das hat vielleicht damit zu tun, dass uns täglich erschreckend deutlich vor Augen geführt wird, wieviel wir (uns) tatsächlich bewegen müßten, damit sich etwas ändert! Echt mühsam!! Ja. Und echt höchste Zeit!

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Lisa Rücker
19. Mai 2011 - Lisa Rücker - ,

…grüne Wellen und blaue Träume…

Kurzmann präsentiert - einiges aus der Mottenkiste - und wieder einmal die “Grüne Welle” für Autos gegen den Feinstaub:

Nun ja. Auch wenns keine/r glauben will: Ich bin für die „grüne Welle“  – aber für alle VerkehrsteilnehmerInnen!

Es ist nicht richtig, dass es die „grüne Welle“ (für Autos) nirgendwo in der Stadt gäbe. Es gibt sie dort, wo es sinnvoll ist. Allerdings: Der Vorrang für Öffis wird aus guten (auch Effizienz!-)Gründen in Graz seit Jahrzehnten ausgebaut und ist heute in allen europäischen Städten längst Standard.

Was manche vielleicht aufregt, ist, dass wir nun auch dort, wo besonders viele FußgängerInnen oder RadfahrerInnen queren, für geringere Wartezeiten (für diese – weil zufällig auchVerkehrsteilnehmerInnen!)  gesorgt haben. Ampeloptimierungen finden übrigens immer in Abstimmung mit dem Gesamtverkehrssystem statt und sind eine hochkomplexe Angelegenheit.

Eine Verbesserung von Ampelschaltungen zur Minimierung von Abgasen ist sowieso ständige Aufgabe  und wird gerade wieder in einem Projekt am Glacis wissenschaftlich von der TU begleitet. Allerdings muss ich alle enttäuschen, die glauben, es gäbe in einer Stadt die durchgängige „grüne Welle“ für Autos und dann keinen Stau oder keine Abgase mehr. Erstens fahren dann, wenn`s noch leichter geht, noch mehr mit dem Auto und hilft zweitens bei zu vielen Autos  die „grünste Welle“ nix.  Irgendwo ist immer rot, und dort treffen sich dann alle im Stau wieder. ;-)

PS: Übrigens sind nach meiner Beobachtung  so manche AutofahrerInnen, die noch in die Kreuzung einfahren, obwohl sie nicht mehr sollten, mitverantwortlich für gar nicht wenige Stausituationen, die sich leicht vermeiden ließen!

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Lisa Rücker
13. Mai 2011 - Lisa Rücker - , ,

schlechte Nachrichten für Herrn H. ;-)

DAS AUTO IST IN BERLIN VOM AUSSTERBEN BEDROHT

Trends: 2025 wird es den klassischen Individualverkehr nicht mehr geben. Die meisten Städter steigen laut Prognose auf Bahn und Fahrrad um. Der Mobilitäts- und Zukunftsforscher Stephan Rammler geht sogar in seiner Prognose für das Jahr 2050 viel weiter: Den klassischen Individualverkehr mit dem Auto wird es demnach nicht mehr geben, die BewohnerInnen der Stadt bewegen sich mit Bahnen, auf dem Rad oder zu Fuß fort. Über die Straßen fahren kaum noch Autos – dann allerdings nur elektrisch und nach dem Carsharing-Prinzip, bei dem sich die Nutzer die Autos teilen. weiterlesen